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DAS RASEN ABC

Aus Fehlern lernt man heißt es doch. 

Ich habe davon eine Menge gemacht und Stück für Stück dazu gelernt.

Vieles habe ich erst durch einen Profi - einen Head Greenkepper - gelernt. Er berät umfassend und ich kann Dir sagen, das Geld ist wirklich sehr gut investiert. Vorher habe ich jedes Jahr Geld umsonst ausgegeben. Du findest ihn - nachhaltig  Grün auf Instagram.

Für Dich habe ich daher alles Wissenswerte rund um das Thema Rasen und richtige Rasenpflege zusammengestellt. 

Mir hat es geholfen - Ich hoffe Dir auch.

A WIE... 

AERIFIZIEREN

Was ist Aerifizieren?

Aerifizieren ist die Belüftung des Bodens einer Rasenfläche. 

Der Begriff Aerifizieren setzt sich aus den lateinischen Wörtern „aer“ und „facere“ zusammen, was „Luft“ und „machen“ bedeutet. Somit kann Aerifizieren wörtlich mit „Luft machen“ oder „Luft verschaffen“ übersetzt werden (ALBRACHT und NONN, 2009).

Durch das Aerifizieren erreicht man gleichzeitig eine ganze Reihe von Verbesserungen für Pflanze, Boden und Bodenleben. Der Rasenfilz und die organische Masse werden durch den Ausstich reduziert. Durch die Bodenlockerung und das Verfüllen der Aerifizierlöcher mit Sand wird das Gleichgewicht an Grob- und Mittelporen wiederhergestellt und somit der Gasaustausch gewährleistet.

Durch den Einsatz sogenannter "Spoons" werden mittels Aerifizierer Löcher in den Boden bzw. die Wurzelzone gestochen. 

Dadurch wird die Rasenwurzel besser belüftet, sodass der Gasaustausch wieder richtig funktioniert, was für das Bodenleben sehr wichtig ist. Das Wasser kann besser versickern, es beugt der Staunässe vor und der Rasen bleibt gesund und wächst besser.

Es gibt unterschiedliche Tools hierzu, welche ich Dir noch gesondert vorstelle. Solltest Du aber gerade auf der Suche sein - meine Empfehlung: Der Rasenspecht

ANSAAT

Eine Neuansaat kannst Du ab einer konstanten Bodentemperatur von 10°C vornehmen. 

Bereite das Saatbeet vor indem Du den Boden oberflächlich leicht lockerst. Anschließend kannst Du den Rasensamen ausbringen. Ich selbst nutze dafür einen Streuwagen. Walze abschließend alles mit einer Rasenwalze und schaffe so einen optimalen Bodenkontakt. 

Achtet immer darauf, dass die Ansaat bis zum Auflaufen immer feucht genug ist.

AGRARWETTER

Die Agrarmeteorologie (Agrarwetter) ist ein Spezialgebiet der Meteorologie. Sie beschäftigt sich vornehmlich mit dem Einfluss des Wetters und des Klimas auf die Landwirtschaft.

Ausgehend von diesen Vorhersagen lassen sich zum Beispiel Bewässerungs-maßnahmen, Termine für Aussaat und Ernte sowie Pflanzenschutzmaßnahmen sinnvoll planen. 

Vieles lässt sich auf unseren Rasen übertragen. So zum Beispiel die Grünland-temperatursumme (GTS) welche wir im Frühjahr berücksichtigen sollten.

b wie...

BEWÄSSERUNG

Die richtige Bewässerung Deines Rasens ist sicherlich einer der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Rasen braucht Wasser für den Stoffwechsel und als Lebens-elexier - Rasen besteht zu 80 - 90 % aus Wasser.

Nur ein gut bewässerter Boden kann gesunden und dichten Rasen hervorbringen.

Wichtig: Nicht zu häufig, aber dafür reichlich Wasser ausbringen, damit das Wasser bis in die Wurzelzone durchdringen kann.

Der Boden sollte bis zu einer Spatentiefe von ca. 10-15 cm feucht sein.

BODENANALYSE

Um Deinen Rasen richtig zu Düngen empfehle ich eine Bodenanalyse. 

So erfährst Du ganz genau was dem Boden fehlt und wie seine Beschaffenheit ist.

Die Probe wird dazu in einem Labor auf Nährstoffmängel und Beschaffenheit des Bodens untersucht. So kann der richtige pH-Wert je nach Bodenart bestimmt werden und auch ob durch den aktuellen pH-Wert Nährstoffbloaden vorhanden sind.

Mit diesen Informationen kann dann der richtige Dünger- und Pflegeplan erstellt werden. 

BESANDEN

Ist Dein Boden zu fest geworden, bekommen die Rasenwurzeln zu wenig Luft und das Wasser kann nicht mehr optimal ablaufen. 

Besanden mit gewaschenem Sand oder Quarzsand schafft hier Abhilfe Es lockert den Boden und sorgt zudem auch für einen besseren Gasaustausch in der Wurzelzone. 

Als Vorbereitung kannst Du den Rasen Aerifizieren - je nach Gegebenheit. Danach bringst Du Quarzsand per Hand oder mit einem Schleuderdüngerstreuer aus. 

Wichtig: Nicht zu viel auf einmal, sondern lieber häufiger und weniger. So vermeidest Du den Aufbau von ungewünschten Schichten.

c wie...

CHLOROPHYLL

Das Chlorophyll ist der grüne Farbstoff in den Blättern, den Dein Rasen für die Photosynthese braucht, ohne geht es nicht. 

Durch das Chlorophyll wird Licht absorbiert, welches als Energie für die Produktion von Zucker notwendig ist.

In der Mitte eines jeden Chlorophyll-moleküls befindet sich Magnesium, ummantelt von Stickstoff.

Beide Nährstoffe sind essenziell damit Dein Rasen gesund und schön grün bleibt.

Hier kommt es auf eine richtige uns ausgewogenen Düngung an.

CALCIUM (Ca)

Calcium hilft Deinem Rasen bei Hitze und Trockenheit. 

Es hat aber auch einen hohen Einfluss auf den pH-Wert des Bodens und regelt die Transpiration (Verdunstung des Wassers) dein Rasen.

Der richtige pH-Wert ist wirklich sehr wichtig. Er regelt die Verfügbarkeit der Nährstoffe in Deinem Boden und somit auch das Wachstum des Rasens. 

Der richtige pH-Wert für Rasen sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen - je nach Bodenart.

d wie...

DÜNGEN

Mit jedem Rasenmähen entfernst Du dem Rasen Nährstoffe.

Durch richtiges Düngen des Rasens gibst Du ihm verlorene Nährstoffe zurück. 

Richtiges Düngen schafft einen strapazier- und widerstandsfähigen, sattgrünen, dichten und unkrautfreien Rasen.

Um den Rasen richtig zu düngen empfehle ich Dir eine Bodenanalyse machen zu lassen.

Auch die richtigen Verhältnisse und Mengen der jeweiligen Nährstoffe sind sehr wichtig.

Zu viel oder zu wenig von einem Nährstoff kann ein wiederum anderes Blockieren.

Als Richtwerte empfehle ich für einen Hausrasen 10-20 g/m² Stickstoff (N), 2-4 g/m² Phosphor (P), 8-15 g/m² Kalium (K) und 1-2g/m Magnesium (MgO). 

Die Werte variieren je nach Nutzung bzw. Belastung und auch Rasensorte.

DÜNGER (NPK)

Rasendünger ist die Nahrung Deines Rasens. Die primär Nähstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K).

Zur optimalen Versorgung mit Nährstoffen Deines Rasens sollte der Rasendünger auf die Rasenfläche und Nutzung abgestimmt sein. Ein Hausrasen hat weniger Nährstoffbedarf, wie z.b. ein Sportrasen oder Golfrasen. 

Oftmals wird dies bei der Rasendüngung jedoch nicht berücksichtigt und die Rasengräser werden falsch versorgt - zu viel und auch zu wenig. 

Das Resultat - es treten Mangel-erscheinungen und oder Krankheiten auf. 

Zu erkennen ist ein Nährstoffmangel sehr gut und am einfachsten an einer nachlassenden Grünfärbung des Rasens, einem geringerem Wachstum und einer geringeren, abnehmenden Rasendichte.

DÜNGER (NPK)

Stickstoff (N) lässt das Gras wachsen, und gilt als Wachstumsmotor der Rasengräser. Er trägt zur besseren Grünfärbung bei. Aber Achtung -ein zu viel fördert den Stickstoff-Luxuskonsum und schwächt den Rasen.

Phosphor (P) fördert das Wurzel-wachstum ist der Energieträger. Oftmals ist im Boden ausreichend Phosphor enthalten und es bedarf keiner zusätzliche Düngung mit Phosphor. Leider fördert Phosphor auch die ungewollte Rasenart Poa annua. Hier ist die richtige Düngung daher sehr wichtig.

Kalium (K) stärkt die Belastbarkeit Deines Rasens und stärkt diesen gegen Trockenheit, Kälte und Krankheiten. Besonders wichtig ist Kalium im Frühsommer und Herbst (Herbstdünger).

Ohne eine bedarfsgerechte Rasendüngung gibt es jedoch kaum Wachstum und es bildet sich keine dichte, grüne Rasenfläche. 

e wie...

EISEN (Fe)

Eisen ist sehr wichtig bei der Chlorophyllherstellung und spielt eine wichtige Rolle bei der Energieproduktion Deines Rasens. 

Eine Eisendüngung erzeugt eine sehr schnelle Grünfärbung und schützt bzw. verhindert auch Moos.

Tipp vom Head Greenkeeper:

Eisendünger ist auch noch in einem speziellen "Dünger" enthalten der im Profibereich eingesetzt wird. Details gibt es bei Nachhaltig Grün.

 

EVAPOTRANSPIRATION

Evapotranspiration ist die Summe an verdunstetem Wasser aus Transpiration und Evaporation.

Evaporation ist dabei der Anteil, der aus dem Boden verdunstet und Transpiration ist der Anteil, der über die Blätter des Rasens abgegeben also "ausgeschwitzt" wird.

Es geht letztlich also um den Wasserbedarf und die richtige Bewässerung Deines Rasens. 

Ich selbst nutze eine Bewässerungsanlage die einen Bodenfeuchtigkeitssensor verbaut hat und die Evapotranspiration (Verdunstung) berücksichtigt.

Die richtige Bewässerung hilft auch im Kampf gegen die Poa annua

ENGLISCHER RASEN

Englischer Rasen ist keine eigene Rasensorte.

Der Begriff Englischer Rasen ist ein Sinnbild für den perfekten Rasen. Saftig grün, dicht wie ein Teppich und belastbare. Die Engländer gelten wohl zurecht als Pionier der Rasenkultur. 

Er lässt sich zwar nicht kaufen.  Aber auch Du kannst einen Englischen Rasen haben. 

Denn Du selbst schaffst diesen. Er ist das Resultat einer kontinuierlichen und sorgfältigen Pflege des Rasens.

f wie...

FRÜHJAHRSDÜNGUNG

Zu Beginn der Wachstumsperiode hat Dein Rasen einen erhöhten Nährstoffbedarf und braucht den richtigen Rasendünger, auch Frühjahrsdünger genannt.

Denn meist sind die im Rasen gespeicherten Nährstoffe über den Winter aufgebracht.

Düngt nicht zu früh, denn die richtige Bodentemperatur ist hierbei zu berücksichtigen. 

Das Wurzelwachstum setzt im Frühjahr bei ca. 10 Grad C ein, das optimale Sprosswachstum erst bei 15 bis 22 Grad Celsius. Ideal ist eine konstante Bodentemperatur ab 10 Grad C. 

Ich selbst achte auf die Grünlandtemperatursumme (GTS). Für Rasen liegt der Wert zwischen 150 bis 200 Grad.

FRÜHJAHRSPFLEGE

Auf geht's zum perfekten Rasen.

Ich warte jeden Winter schon sehnsüchtig darauf - der Start in die neue Rasensaison. 

Wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist, kannst Du im Frühjahr mit der Rasenpflege beginnen. 

Besonders nach dem Winter braucht Dein Rasen die richtige Pflege – der Frühling ist der ideale Zeitpunkt zum Vertikutieren (aber bitte nur wenn Du auch wirklich Rasenfilz hast, ansonsten verschlimmbesserst Du nämlich nur) Düngen und Nachsäen. 

Zur optimalen Frühjahrspflege werde ich noch einen eigenen Beitrag schreiben.

FILZ | RASENFILZ

Durch die Anreicherung organischer Masse an der Bodenoberfläche bildet sich der Rasenfilz.

Rasenfilz besteht aus abgestorbenen Gräsern und Wurzeln und entsteht durch einen verzögerten oder gestörten Zersetzungsprozess. 

Grund hierfür ist ein gestörtes Bodenleben durch verdichteten Boden und Staunässe.

Trockenheit oder häufige und starke Bewässerung von Rasenflächen kann tendenziell zu einer höheren Rasenfilzbildung führen, ebenso das Mähen mit dem Roboter ohne Schnittgutaufnahme.

Als Gegenmaßnahmen sind das Striegeln und das Vertikutieren hilfreich. Auch Aerifizieren mit Hohlspoons hilft den Filz abzubauen, da dieser durchstochen und dadurch wieder besser abgebaut werden kann. 

Am besten wird Sand in die Aerifizier-löcher eingebracht. Dies hält die Durch-lässigkeit und den Lufthaushalt aufrecht, die Mikroorganismen können ihre Arbeit wieder aufnehmen.

g wie...

GOLFRASEN

Golfrasen: Für mich einfach das Sinnbild für den perfekten Rasen schlechthin. Ich glaube jeder von uns Rasenfreaks möchte einen Golfrasen daheim haben.

Gleichmäßig, kurz geschnitten saftig, tieftrün und dicht wie ein Perserteppich.

Golfrasen hebt sich in seiner optischen Erscheinung und Belastbarkeit deutlich von anderen Rasentypen ab, es müssen jedoch umfangreiche Standort- / Bodenvorbereitungen und Pflegearbeiten berücksichtigt und geleistet werden um diesen auch zu erhalten.

Im Gegensatz zu Englischem Rasen kannst Du Golfrasen kaufen. Es sind die RSM  4 Mischungen die als Golfrasen bezeichnet werden. 

GRÄSERARTEN

Die Voraussetzung für den perfekten Rasen bilden die geeigneten Rasengräser.

Schätzungsweise 10.000 verschiedene Arten von Gräsern gibt es weltweit. Für die meisten Rasenflächen im mittel-europäischen Raum spielt mit etwa 10 Arten aber nur ein Bruchteil davon eine Rolle.

Der typische Gebrauchsrasen kommt sogar mit nur 4-5 Grasarten aus.

Bei der Auswahl Deines Saatgutes achte vor allem auf die Qualitätsstufe. Eine gute Saatmischung ist durch das Kürzel RSM auf der Verpackung erkennbar. 

RSM steht für Regelsaatgutmischung und ist preislich etwas höher als der Durchschnitt angesiedelt, aber auf Dauer hinsichtlich Qualität und Nachhaltigkeit die bessere Wahl.

Die im privaten sicherlich am häufigsten verwendete ist die RSM 2.3 oder auch Gebrauchsrasen / Spielrasen genannt.

RSM 2.3 besteht aus 30% Lolium Perenne; 40% Festuca rubra und 30% Poa pratensis. (Quelle: Deutsche Rasengesellschaft e.V.)

GRÜNLANDTEMPERATURSUMME (GTS)

Wow, was für ein Wort.

Die Grünlandtemperatur oder Grünland-Temperatur-Summe ist eine besondere Form der Wärmesumme. In der Agrarmeteorologie wird dieser Wert herangezogen, um in Mitteleuropa den Termin für das Einsetzen der Feldarbeit nach dem Winter zu bestimmen.

Wenn im Frühjahr eine Grünlandtemperatursumme von 200°C überschritten wird, dann ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht. 

Ich selbst achte unter anderem auf die Grünlandtemperatursumme (GTS). Für Rasen, sagt man, liegt der Wert zwischen 150 bis 200 Grad.

Jetzt erst wird der Dünger von dem Rasenpflanzen aufgenommen und verstoffwechselt. Hintergrund ist die Stickstoffaufnahme und -verarbeitung des Bodens, welcher von dieser Temperatursumme abhängig ist.

Düngst Du bereits vorher, also vor Erreichen der Summe von 150-200, wird dieser von Deinem Rasen nicht aufgenommen und es besteht die Gefahr des Auswaschens.

Oder anders ausgedrückt, Du verschwendest gerade Geld. Hier kannst Du die Grünlandtemperatursumme GTS nachsehen.

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HERBSTPFLEGE

Die richtige Rasenpflege im Herbst ist die Grundlage für einen guten und gesunden Start in den Frühling. 

Der September und Oktober eignet sich für die Rasenpflege im Herbst optimal. 

Der Boden ist noch warm genug und gleichzeitig ist genug Feuchtigkeit vorhanden. Ideale Bedingungen für die Nachsaat im Herbst - ich empfehle Dir hier den September zu nutzen. 

Du solltest dem Rasen jetzt mehr Kalium (K) als Stickstoff (N). Nutze einen Herbstdünger. So bereitest Du den Rasen ideal auf den Winter vor. Kalium (K) stärkt die Belastbarkeit Deines Rasens und stärkt diesen gegen Trockenheit, Kälte und Krankheiten.

Auch wenn Dein Rasen im Herbst nicht mehr so schnell wächst, so muss er trotzdem noch gemäht werden. Mähe den Rasen aber nicht mehr so kurz wie im Sommer. Die Tage werden kürzer und Dein Rasen braucht mehr Blattmasse für um das Licht aufnehmen zu können. Zwischen 2,5 - 5 cm schneide ich meinen Rasen. Denn zu langer Rasen kann im Winter vom Schnee zusammengedrückt werden. Das wäre eine ideale Umgebung für Krankheiten und Pilze im Rasen

Entferne auch regelmäßig das Laub von Deinem Rasen. Würde es liegen bleiben wäre auch das die ideale Umgebung für Krankheiten und Pilze im Rasen.

Aerifiziere Deinen Rasen auch noch einmal im Herbst. So belüftest Du die Rasenfläche uns sorgst für einen besseren Luftaustausch im Boden. Ein Handaerifizierer, wie zum Beispiel der Rasenspecht eignet sich hierfür ideal.

 

HERBSTDÜNGER

Rasendünger für den Herbst sind Dünger mit einer speziellen Nährstoff-zusammensetzung.

Gerade zum Herbst und Winter hin benötigt Dein Rasen einen Dünger mit einem besonders hohen Kalium (K) Anteil. 

Gleichzeitig hat ein Herbstrasendünger einen wesentlich geringeren Anteil an Stickstoff (N) was den Rasen auf die Wachstumsruhe vorbereitet. Zu viel Stickstoff (N) im Herbst würden Deinen Rasen schwächen, weil er nicht widerstandsfähig genug wäre.

Durch den erhöhten Kalium (K) Anteil im Herbstrasendünger wird Dein Rasen widerstandsfähiger.

Durch die Kombination von geringerem Stickstoff- und höheren Kaliumgehalt kann der Rasen wichtige Aminosäuren, Enzyme und Eiweiße bilden. Das sorgt für eine verbesserte Chlorophyllbildung und Nutzung der Energie.

Dein Rasen ist belastbarer und besser vor Krankheiten und Witterungseinflüssen geschützt. Das Ergebnis ist ein widerstandsfähiger und schöner Rasen, der gesund durch den Winter kommt.

Den Herbstdünger bringe ich zwischen September und Ende Oktober aus. Das ist immer abhängig von den noch vorhandenen Temperaturen.

HUMINSÄURE

Huminsäuren machen Deinen Rasen widerstandsfähiger gegen Umweltstress. Sie verbessern die Fruchtbarkeit des Bodens.

Huminsäuren sorgen maßgeblich dafür, dass wichtige Nährstoffe in pflanzen-verfügbare Formen umgesetzt werden. Sie helfen dabei, die Mikronährstoffe vom Boden in die Pflanze zu bewegen. Eine weitere wichtige Eigenschaft von Humin-säuren ist die Stimulation des Boden-lebens.

Die Nährstoffverfügbarkeit wird deutlich verbessert und somit die Dünge-mitteleffizienz optimiert. Versuche haben gezeigt, dass durch Huminsäuren die Nährstoffaufnahmekapazität der Wurzel um bis zu 30 % gesteigert wird. Auch eine stärkere Wurzelbildung ist zu beobachten.

Durch Huminsäuren wird darüber hinaus die Photosyntheserate und damit der Zucker- und Vitamin-haushalt der Pflanzen erhöht. Dies hat eine direkte Auswirkung auf ein stärkeres Pflanzenwachstum. Durch diese Effekte wird Dein Rasen fitter und hat eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber pilzlichen Schaderregern.

Es gibt Huminsäuren sowohl in fester, granulierter Form (oftmals als Perlhumus bezeichnet) und auch flüssig. 

Ich selbst bevorzuge Huminsäure in flüssiger Form und bringe die mit einer Düngerspritze aus. 

k wie...

KALIUM (K)

Kalium (K) ist einer der drei Haupt-nährstoffe, die in einem Rasendünger enthalten sind. 

Kalium hilft Deinem Rasen im Sommer den Hitzestress besser zu überstehen. Und im Herbst und Winter verbessert es die Belastbarkeit Deines Rasens und stärkt diesen gegen Trockenheit, Kälte und Krankheiten

Es trägt zu Regulierung des Wasserhaushaltes in den Zellen des Rasens bei und hat eine wichtige Rolle beim "Atmen" des Rasen (Gasaustausch). 

KALK | RASENKALK

Viele Böden sind zu fest und zu sauer. Kalk lockert Deinen Boden und erhöht den pH-Wert (der optimale pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen).

Kalk oder auch Rasenkalk genannt verbessert also die Bodenbedingungen, um für Deinen Rasen die optimalen Wachstumsbedingungen zu schaffen.

Optimal ist es zum Anfang der Rasen-saison, also zum Frühlingsanfang, zu kalken und einzuregnen (Bewässern) wenn es zu trocken ist. 

Tipp: Bestimme vorher den pH-Wert, um zu wissen wie viel Kalk ausgebracht werden muss oder ob überhaupt Kalk notwendig ist. 

Ideal wäre es natürlich, direkt eine richtige Bodenanalyse zu machen. So weißt Du auch ob und ggf. welche Nährstoffe dem Boden fehlen. 

Die letzte Düngung sollte dann aber länger als einen Monat besser zwei Monate zurück liegen. Sonst würden die Ergebnisse nicht die Realität wider-spiegeln.

fehlt was?

Dir fehlt noch ein Thema zu diesem Buchstaben? 

Dann lass es mich einfach wissen und ich werde darauf eingehen. 

l wie...

LANGZEITDÜNGER

Langzeitdünger oder auch Rasenlangzeit-dünger ist ein Sammelbegriff für Rasen-dünger, die auf Langzeit Wirkung ausgelegt sind.

Sie werden so bezeichnet, weil sie ihre Nährstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg abgeben. 

Das hat Vorteile, denn es verhindert eine zu schnelle Auswaschung der Nährstoffe durch Regen und sorgt für eine gleichmäßige und langfristige Versorgung des Rasens mit Nährstoffen.

Solche Langzeitdünger werden eigentlich von allen Düngemittelherstellern angeboten. 

Tipp: Ich empfehle Dir, einen Düngeplan auf Basis einer Bodenanalyse erstellen zu lassen.

So düngst Du immer richtig, bekommst einen perfekten Rasen und schonst gleichzeitig noch die Umwelt und Deinen Geldbeutel.

LEVEL RAKE

Es ist ein unverzichtbares Rasenwerkzeug, um den Sand auf dem Rasen optimal zu verteilen und einzuarbeiten. 

Das Gerät besteht aus einem gitterartigen, schwenkbaren Metallkopf mit einem Stiel. Es wird vor und zurück über den Rasen bewegt und arbeitet so den Sand in vorhandene Hohlräume und Unebenheiten ein.

Auch bei einer Neuansaat ist ein Levellawn | Level Rake ein großartiges Gerät. Ich nutze ihn, um den Boden schön eben zu bekommen und gehe erst dann mit dem Streuwagen und dem Saatgut drüber. Ryan Knorr erklärt es in seinem Video sehr großartig. 

LÄGERRISPE | POA SUPINA

Die Lägerrisper oder auch Poa Supina ist sehr stark belastbar und gehört zu den wenigen Rasengräsern, die auch im Schatten gut wachsen können. 

Poa supina ist das zurzeit wohl schattenverträglichste Rasengras für unsere Klimazone. Die hohe Belastbarkeit und Regenerationskraft sowie die exzellente Narbendichte machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil von Mischungen für Schattenrasen und repräsentativen Rasenflächen.

Poa supina bildet einen wirklich sehr dichten Rasen mit oberirdischen Ausläufern. Sie ist jedoch anfällig für Hitze- und Trockenstress sowie für Schneeschimmel im Winter.

M wie...

MÄHEN | RASENMÄHEN

Den Rasen zu Mähen ist wohl mit das schönste am Rasen. Wie perfekt der Rasen anschließend aussieht und wie toll der frisch geschnittene Rasen doch riecht. Rasenmähen - einfach großartig!

Zugleich ist das Mähen Deines Rasens auch mit einer der wichtigsten Maßnahmen für einen perfekt, dichten Rasen. Das A und O ist es nämlich den Rasen regelmäßig zu mähen. Zwei- bis dreimal die Woche ist für die meisten Hausgärten und Rasenmischungen ein optimaler Mähintervall. 

Eigentlich kannst Du den Rasen nicht oft genug mähen. Warum? Weil Du dadurch die Bestockung des Rasens anregst. Dein Rasen bildet mehr Seitentriebe und der Rasen bzw. die Rasennarbe perfekt dicht. 

Persönlich nutze ich einen Spindelmäher. Der Spindelmäher schneidet den Grashalm nämlich, wie mit einer Schere ab. Dadurch ist der Schnitt sauberer und das Gras ist weniger anfällig für Krankheiten.

Wichtig: Schneide nie mehr als 1/3 der Aufwuchs Höhe ab. Wenn Dein Rasen also 40 mm hoch sein soll, dann mähe spätestens wieder bei 60mm Rasenhöhe. 

MOOS  

Moos ist wohl für viele eine immer wiederkehrende Herausforderung.

Von weitem sieht Dein Rasen schön gesund und dicht grün aus. Aber eigentlich ist es mehr Moos als Rasen.

So ging es mir auch am Anfang. 

Moos im Rasen wird durch folgende Bedingungen gefördert: Nährstoffmangel, Staunässe, Lichtmangel durch Schatten, feuchte Flächen durch Tau oder zu viel Beregnung und Bodenverdichtung und natürlich auf ein zu niedriger pH-Wert (der Rasen wächst auf Böden unter pH 5 (Sand) und 6 (Lehm) nicht mehr optimal). Aber auch unregelmäßiges und zu tiefes Mähen sind mögliche Ursachen.

Dein Ziel sollte es daher sein, optimale Bedingungen für die Rasenpflanzen zu schaffen, damit sie sich gegen das Moos durchsetzen können.

Hier kommt es auf die richtige und nachhaltige Pflege Deines Rasens und des Bodens an.

MAGNESIUM (Mg)

Magnesium (Mg) ist neben Stickstoff, Phosphor und Kalium einer der wichtigsten Nährstoffe.

Magnesium fördert die Winterhärte der Gräser sowie das Wachstum im Frühjahr.

Magnesium ist entscheidend an der Chlorophyllbildung (Es ist das Zentralatom der Chlorophylle a, b, und d) beteiligt und damit für die Fotosynthese der Gräser essenziell. Es ist zu ca. 2% im Blattgrün der Pflanzen enthalten.

Ein Magnesiummangel äußert sich durch schlaffe und gelbliche Rasenblätter.

Magnesium interagiert mit Kalzium und auch mit Kalium und sollte daher zu diesen Nährstoffen mengenmäßig in einem bestimmten Verhältnis vorhanden sein. Das ideale Verhältnis zwischen Kalzium und Magnesium liegt bei etwa 10:1. 

n wie...

NACHSAAT

Solltest Du im Rasen kahle Stellen entdecken oder willst Du die ganze Fläche nach säen, dann empfehle ich dafür eine speziell zusammengestellte Saatgutmischung zu nutzen. 

Mähe die Rasenfläche und bereite das Saatbeet vor indem Du den Boden aufraust - entweder durch Vertikutieren, einem Spiker oder mit einem Rechen. 

Danach kannst Du das Saatgut per Hand oder mit einem Schleuderdüngerstreuer ausbringen. 

Abhängig von dem vorhandenen Nährstoffgehalt Deines Bodens kann eine Startdüngung ratsam sein. 

Achten unbedingt darauf, dass die nachgesäte Fläche bis zum Keimen, auch Auflaufen genannt, feucht gehalten wird und das Saatgut nicht austrocknet. Es sollte aber nicht im Wasser schwimmen!

Alternativ kannst Du die Nachsaat auch mit dem Besanden der Rasen verbinden. 

Ich Sande meinen Rasen sehr regelmäßig und bringe dann teilweise auch direkt Rasensamen mit aus. 

Zuerst bringe ich die Nachsaat aus. Anschließend gehe ich mit einer Gartenwalze drüber, um einen besseren Bodenschluss der Saat zu erreichen. 

Den Sand (gewaschener, getrockneter und kalkarmer bzw. kalkfreier Quarzsand) bringe ich mit einem Schleuderstreuer aus. 

Nun walze ich diesen noch einmal mit der Gartenwalze und dann bewässere ich das Saatgut.

NÄHRSTOFFE

Viele von uns Rasenfreaks wollen einen perfekten Rasen und überdüngen. Viel hilft hier aber nicht. 

Wichtig ist es die optimale und bedarfsgerechte Ernährung für Deinen Rasen zu bieten. 

Am Anfang wusste ich auch nicht, welcher Dünger ich zu welcher Jahreszeit oder unter welchen Bedingungen nutzen soll, weil es der Richtige Rasendünger ist.

Frühjahrsdünger, Langzeitdünger, Herbstrasendünger, organischer Rasendünger, organisch-mineralischer Rasendünger, Rasendünger mit Unkrautvernichter. Granulat oder Flüssigdünger? 

Wichtig ist eigentlich nur eins. Die richtige Nährstoffzusammensetzung des Rasendüngers. Diese variiert von Jahreszeit, Bodenbeschaffenheit und auch Rasensorte.

Die wichtigsten Nährstoffe für Deinen Rasen sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Schwefel, Mangan, Molybdän, Calcium, Bor, Kupfer, Zink und Eisen und sind eigentlich nur in hochwertigen Rasendüngern zu finden.

Die primären Nährstoffe sind die sogenannten NPK-Komponenten. Deshalb sprechen viele auch vom NPK-Dünger. 

N steht dabei für Nitrogen und Nitrogen bedeutet Stickstoff. Vor allem im Frühjahr sollte der Stickstoffgehalt hoch sein.

NÄHRSTOFFE

P steht für Phosphor. Es sorgt vor allem für ein gesundes Wurzelwachstum und ist gerade bei sogenannten Starterdüngern in höherer Konzentration vorhanden, um so den jungen Rasengräsern nach der Neu-, oder Nachsaat ein optimales Wachstum zu ermöglichen. Oftmals ist aber genug Phosphor im Boden vorhanden und es muss nicht zusätzlich gedüngt werden. Eine Bodenanalyse gibt hier Aufschluss. Durch zu viel Phosphor wird zudem auch die ungewünschte Poa annua begünstig.

K steht für Kalium. Vor der Sommerhitze und auch zum Herbst hin sollte der Kali-Anteil in Deinem Rasendünger höher sein. Dein Rasen kann den Hitzestress besser bewältigen und bekommt die nötige Winterhärte.

Ein perfekter, tiefgrüner und dichter Rasen lebt von der richtigen Ernährung (Rasendünger). Diese holt er sich aus dem Boden und benötigt sie für alle Wachstums- und Stoffwechsel-vorgänge. 

Wichtig: Das Wachstum und die Gesundheit Deines Rasens wird von dem Nährstoff bestimmt, welcher am geringsten vorhanden ist. 

Die Grundvoraussetzung für den perfekten Rasen ist also ein optimal ausgewogener Dünger. 

Aus Erfahrung kann ich nur empfehlen hier lieber etwas mehr zu investieren. Unter dem Strich ist kommen Dich hochwertige Produkte günstiger. 

 

P wie...

pH-WERT

Dein pH-Wert hat einen erheblichen Einfluss auf Deinen Rasen. 

Er sollte zwischen 4,8 und 6,3 liegen. Abhängig auch von der Bodenart (Sand- oder Lehmboden)

Sandige Böden sollten an der unteren Skala liegen und Lehmige Böden an der oberen Skala.

Wichtig: Der pH-Wert hat einen wesentlichen Einfluss auf die Nährstoffverfügbarkeit.

Du kannst den pH-Wert selbst ermittelten. Hierfür gibt es unterschiedliche Test Sets zu kaufen. 

Ich selbst bevorzuge jedoch eine richtige Bodenanalyse.

PHOSPHOR (P)

Phosphor fördert die Wurzelbildung und das Wurzelwachstum und ist gerade bei sogenannten Starter-düngern in höherer Konzentration vorhanden, um den jungen Rasengräsern nach der Neu-, oder Nachsaat ein optimales Wachstum zu ermöglichen. 

Oftmals ist aber genug Phosphor im Boden vorhanden und es muss nicht zusätzlich gedüngt werden. Eine Bodenanalyse gibt hier Aufschluss.

Achtung: Durch zu viel Phosphor wird zudem auch die ungewünschte Poa annua begünstig.

POA ANNUA

Poa annua oder auch einjähriges Rispengras ist ein Ungras.

Es ist ein einjähriges, manchmal zweijähriges und gelegentlich mehrjähriges Rispengras (Poa) mit flachen Wurzeln

Poa annua keimt leider schon bei Boden-temperaturen von 7-8 °C Es breitet sich besonders im Mai und Juni mit Nachdruck aus.

Es fällt durch starkes Wachstum, eine helle Farbe, eine auffällige Blüte und lange, am Boden liegende Triebe auf. Außerdem hat Poa annua wenige flache Wurzeln und einen muffigen Geruch.

Ich werde noch gesondert auf mit Tipps zur Bekämpfung von Poa Annua eingehen. 

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RASENPFLEGE

Die Richtige Pflege Deines Rasens ist keine Wissenschaft. 

Es gibt jedoch einige grundlegende Punkte, die Du allerdings beachten solltest, um einen schönen Rasen zu bekommen. 

Folgende Tätigkeiten sollten in Deinem Rasenpflegeplan enthalten sein.

Mähen, Vertikutiern, Aerifizieren, Düngen, ggf. Kalken, Sanden, Nachsäen, Bewässern. weiterlesen

RASENKRANKHEITEN

Rasenkrankheiten sind ein sehr spezielles und umfangreiches Thema. 

Die häufigsten Rasenkrankheiten sind wohl sicher Rotspizigkeit, Dollarspot und Schneeschimmel. 

Alle genannten hatte ich selbst schon und habe hier auf die professionelle Hilfe eines Green Keepers zurückgegriffen. Unter Links habe ich meinen "Rasenpaten" - von Nachhaltig Grün - dafür verlinkt.

RASENDÜNGER

Durch Rasendünger bekommt Dein Rasen das Nährstoffangebot was er benötigt. 

Durch die gezielte Verwendung von Rasendünger erzielst Du ein besseres Wachstum des Rasens. Es gibt für Deinen Rasen spezielle Langzeitdünger. Diese sorgen durch eine besondere Formulierung für die kontinuierliche Versorgung der Rasengräser mit den notwendigen Haupt- und Spurennährstoffen.

Zur Ausbringung des Rasendüngers empfehle ich Dir einen Kasten- oder Schleuderstreuwagen. 

RASENSAMEN

Es gibt viele verschiedene Mischungen die für unterschiedliche Standort-bedingungen ausgelegt sind. 

Diese Rasenmischungen bestehen aus verschiedenen Grasarten. Hochwertige Mischungen enthalten Grassorten die je nach Standort z.B. hitzeverträglicher, trittfester, tiefschnittverträglicher, krankheitstoleranter und je nach weiterer Eigenschaft damit insgesamt belastbarer sind.

Tipp: Achte auf s.g. RSM Mischungen und Deine Boden- und Lichtverhältnisse, sowie den Einsatzzweck. 

RSM

RSM ist die Abkürzung für „Regel Saatgut Mischung“. Man versteht darunter ein vorgegebenes Misch-verhältnis von Saatgut was die Gräsersorten und prozentualen Anteile in der Mischung betrifft. Dieses Mischverhältnis ist abhängig vom Verwendungszweck des Saatgutes.

Im Gegensatz zu preislich sehr günstigen Rasensamen, zum Beispiel aus Discountern oder einigen Baumärkten, stellt ein RSM-Saatgut hohe Anforderungen an die verwendeten Gräsersorten.

Setzt Du auf das richtige RSM-Saatgut, angepasst auf die Bedingungen in Deinem Garten, ist ein widerstandsfähiger Rasen, der höchsten Ansprüchen genügt, gewährleistet.

RSM

RSM Rasentypen:

  • RSM 1: Zierrasen bzw. Galarasen
  • RSM 2: Gebrauch- / Universalrasen
  • RSM 3: Sportrasen und Spielrasen
  • RSM 4: Golfrasen
  • RSM 5: Parkplatzrasen
  • RSM 6: Dachbegrünung
  • RSM 7: Landschaftsrasen
  • RSM 8: Biotopmischungen

s wie...

SAND

Sicherlich wirst Du schon einmal von Sand im Zusammenhang mit Rasen gehört oder gelesen haben. 

Sand ist ein Zuschlagstoff für Deinen Boden damit der Rasen besser wachsen kann. Der perfekte Rasen auf einem Golfgrün hat z.B. einen Boden, der zu über 80% aus Sand besteht.

Sand erhöht die Porengröße in Deinem Boden und verbessert dadurch die Wasser- und Luftbewegung an der Wurzel. 

Je nachdem welchen Sand Du nimmst, beeinflusst dieser zusätzlich den pH-Wert, die Wasserhaltekraft und die Kationenaustauschkapazität des Bodens. Letztere bestimmt, wie gut Nährstoffe, zum Beispiel aus Düngern, im Boden angelagert und wieder für die Wurzel freigesetzt werden können.

Du kannst Sand auch bei einer Nachsaat verwenden und zum Ausgleich von Unebenheiten. Ich empfehle Dir gewaschenen und kalkarmen, noch besser kalkfreien Sand. Quarzsand mit einer Körnung von 0,5 mm bis 1,5 mm wäre ideal.

Wichtig: Je öfter desto besser aber nimm nie so viel, dass der Rasen komplett bedeckt ist. 

SCHATTENRASEN

Schattenrasen ist eine Rasenmischung, die mit weniger Licht auskommt und gut in schattigen Bereichen eingesetzt werden kann. 

Zu diesen Gräsersorten gehören z. B. einige Festuca Arten, Lolium Perenne Arten, Poa pratensis und Poa Supina. 

Eine Schattenrasenmischung ist nicht für einen Tiefschnitt geeignet. 

Dementsprechend solltest Du in schattigen Bereichen auch nicht unter 4 cm Schnitthöhe mähen.

SAURER BODEN

Dein Boden gilt als sauer, wenn der pH-Wert zu niedrig ist.

Hat der Boden einen pH-Wert von unter 5,5 so gilt er als zu sauer.

Ein Boden kann durch häufigen Regen und zu geringe Düngung aber auch fehlender Kalkung mit der Zeit versauern. 

Die Folge sind Verdichtungen des Bodens, eine Abnahme von Sauerstoff im Boden und eine deutlich geringere Verfügbarkeit von Nährstoffen.

Dein Rasen wächst nicht mehr richtig. 

SOMMERPFLEGE

Bei starker Hitze im Sommer empfehle ich Dir den Rasen nicht zu kurz zu mähen.

Das Gras braucht jetzt einen anderen Wasserhaushalt und daher mehr Blattmasse.

Hausrasen solltest Du im Sommer nicht niedriger als 3 cm Mähen.

Versorge Deinen Rasen auch frühzeitig mit einem speziell für den Sommer zusammen gestellten Dünger.

Dieser hat einen deutlich erhöhen Kalium (K) Anteil und hilft bei der Regulierung des Wasserhaushaltes.

SPINDELMÄHER

Für mich stellt der Spindelmäher den idealen Rasenmäher dar. 

Ein Spindelmäher schneidet viel sauberer als ein Sichelmäher.

Der Spindelmäher schneidet den Rasen wie eine Schere. Dadurch ergibt sich ein sauberer und gleichmäßiger Schnitt und der Rasen ist nicht so anfällig für Krankheiten. 

Übrigens, durch den Spindelmäher werden auch die Streifen auf dem Rasen erzeugt.

Ich mähe deswegen überwiegend mit einem Toro Greeensmaster Flex 21 Spindelmäher. Der gezeigte John Deere 220A hat zwischenzeitlich einen anderen Besitzer. 

STICKSTOFF (N)

Stickstoff ist für zahlreiche Funktionen im Gras verantwortlich.

Das sind z.B. Wachstum (Blattbildung), Grünfärbung (Chlorophyllbildung), Re-generationswachstum, Eiweißbildung und der Aufbau der Zellen.

Stickstoff ist einer der drei primär Nährstoffe für den perfekten Rasen.

Um einen perfekten Rasen zu bekommen ist die richtige Düngung mit den richtigen Stickstoffmengen aber auch Stickstof-formen notwendig. 

Bei Über- oder Unterdüngung merkt man es dem Rasen sehr schnell an. Auf die Besonderheit der Stickstoff-zusammensetzung in Deinem Rasen-dünger gehe ich gesondert ein. 

 

U WIE...

UNKRAUT

Mit Unkraut hat sicherlich schon einmal jeder von uns zu tun gehabt. 

Dir richtige Rasenpfleg verhindert Unkraut. Ursache für die Einwanderung von Unkraut sind häufig eine geringe Narbendichte des Rasens und eine falsche Nährstoffversorgung.

Sollte trotzdem Unkraut im Rasen vorhanden sein, dann empfehle ich es aufzustechen und keine Herbizide einzusetzen. 

Viele der im Rasen vorzufindenden Unkräuter werden durch häufiges Mähen verdrängt und der Rasen setzt sich wieder durch. 

Bei stark befallenen Rasenflächen hilft allerdings oft nur noch der Einsatz eines selektiven Unkrautvernichters speziell für Rasen. 

Fehlt was?

Dir fehlt noch ein Thema zu diesem Buchstaben? 

Dann lass es mich einfach wissen und ich werde darauf eingehen. 

v wie...

VERTIKUTIEREN

Wie oft höre oder lese ich "der Rasen muss vertikutiert werden". 

Muss er das überhaupt und was genau erreichst Du durch das Vertikutieren des Rasens?

Unter Vertikutieren versteht man quasi das Anritzen der Grasnarbe um abgestorbene Pflanzenteile, altes Schnittgut oder Moos (Rasenfilz) und Unkräutern zu entfernen. So wir die Belüftung der Grasnarbe und damit auch den Gasaustausch des Bodens gefördert. 

Oftmals muss ein Rasen auch überhaupt nicht vertikutiert werden, weil einfach kein Moos oder Rasenfilz vorhanden ist. 

Das eigentliche Ziel des Vertikutierens ist es, das Wachstum der Gräser anzuregen. Allerdings reicht ein Vertikutieren allein oft nicht aus, wenn der Rasen aus anderen Gründen (z.B. mangelnde Rasendüngung, starke Verunkrautung, Trockenheit, Stau-nässe, Schattenlagen) kein ausreichendes Wachstum zeigt.

VERTIKUTIEREN

Sollte es wirklich erforderlich sein, dann ist im Frühjahr zwischen Mitte April und Anfang Mai die richtige Zeit. Der Boden ist warm genug und der Rasen wächst bereits gut und ist damit sehr regenerationsfähig. Du solltest in jedem Fall nur dann vertikutieren, wenn auch Gräserwachstum vorhanden ist.

Die Messer des Vertikutierers solltest Du wirklich nur so tief eingestellten, dass der Erdboden nur ganz leicht angekratzt wird, aber die Wurzeln der Gräser nicht verletzt werden.

Vor dem Vertikutieren solltest Du den Rasen mähen. Nach dem Vertikutieren ist eine Rasendüngung und bei lückigem Bestand auch eine Nachsaat zu empfehlen. 

Aber Achtung: Vertikutieren zur falschen Zeit begünstigt die Etablierung der Poa annua. 

W wie...

WIESENRISPE

Poa pratensis, oder auch Wiesen-rispengras, ist seit vielen Jahren sehr beliebt, weil es eine ausgesprochene Robustheit hat. 

Der größte Nachteil von Wiesenrispengras ist allerdings die langsame Keimung, weshalb es mit dem schnelleren Deutschen Weidelgras (Lolium perenne) kombiniert wird. 

Poa pratensis bildet unterirdische Ausläufer (Rhizome). Und genau diese sorgen für eine starke und dicht Grasnarbe. Es ist auch sehr tolerant gegenüber Trockenheit.

WETTING AGENT

Wasser ist elementar für einen perfekten Rasen. 

Bei Wassermangel kommt es zu keinem Wachstum und zu keiner Grünfärbung, sondern nur zu Mangelerscheinungen und schlussendlich zum Absterben der Gräser. 

Wie für uns Menschen und alle anderen Lebewesen bildet Wasser die Grundlage allen Lebens. Gräser halten es maximal zwei Wochen ohne Wasser aus. Danach beginnt sehr zügig das Absterben.

Gerade im Profibereich spielen Wetting-Agents eine sehr wichtige Rolle. Sie sorgen für ein optimales Wasser-management im Boden. 

Wetting-Agents verbessern in erster Linie direkt die Wasseraufnahme und fördern im Boden den Abbau wasserabweisender organischer Säurerückstände.

Mittlerweile sind diese "Wundermittel" auch für den ambitionierten privaten #Rasenfreak verfügbar und erschwinglich.

WÄRMESUMME

Die Wärmesumme ist die Summe bestimmter Temperaturwerte innerhalb eines definierten Zeitraumes.

Die Wärmesummer oder auch Grünlandtemperatursumme (GTS) ist zur Bestimmung des richtigen Zeitpunktes für die Rasendünung sehr gut geeignet. 

Ziel ist es durch die Bestimmung der Wärmesummer oder auch Grünlandtemperatursumme (GTS) den Zeitpunkt des Vegetationsbeginns zu ermitteln.

Die magische Zahl für Rasen liegt zwischen 150 Grad und 200 Grad Celsius.

Düngst Du vor Erreichen dieses Wertes, so verpufft der Dünger, weil der Rasen diesen nicht aufnimmt. 

Kommt es dann noch zu Niederschlägen dann verlagern sich die Nährstoffe in tiefere Bodenschichten und ist für die Rasenwurzeln nicht mehr erreichbar. 

Du hättest also Geld zum Fenster herausgeworfen und zugleich die Umwelt und das Grundwasser unnötig belastet.